Glossar: Buchstaben Q - Z

Finden Sie hier Erklärungen und Definitionen zu den wichtigsten Begriffen aus den Bereichen Family Offices, Private Equity, Startups, große Vermögen, Venture Capital, Familienunternehmen und vieles mehr. Klicken Sie zur Schnellnavigation einfach auf die passenden Buchstaben:

A    B    C    D    E    F    G    H    I    J    K    L    M    N    O    P    Q    R    S    T    U    V    W    X    Y    Z

Was sind Rainy Day Funds?

s. Buchstabe C, Cushion Investments

Was ist ein Rechenzentrum?

Ein Rechenzentrum (auch: Datencenter) ist die virtuelle oder physische Verwaltung, Speicherung und Betreuung von Daten und Informationen. In einem Unternehmen entspricht dies oftmals der zentralen Steuerung der IT-Infrastruktur. Es besteht in der Regel aus mehreren vernetzten Computerservern. Innerhalb des Datencenters wird dafür gesorgt, dass Daten zuverlässig und sicher verarbeitet, gespeichert und verteilt werden. In der Immobilienbranche gewinnen Rechenzentren als Assetklasse mehr und mehr an Bedeutung, da sie wenig Risiko bergen (lange Mietzeiten durch hohe Bindung der Investoren/Mieter an Standorte) und hohe Erträge bringen. Jedoch ist die Entwicklung von Rechenzentren ungleich komplizierter aufgrund der hohen Anforderungen an die Immobilie (Kühlung, Stromverbrauch, Anschluss an Glasfasernetzwerke, die Nähe zu großen Internetknotenpunkten, Sicherheit). 

s. auch Buchstabe A, Assetklasse

s. eine Auflistung der größten Rechenzentren weltweit und deren Betreiber / Entwickler


Was ist Schwarmauslagerung?

s. Buchstabe C, Crowdsourcing

Was ist Schwarmfinanzierung?

s. Buchstabe C, Crowdfunding

Was ist ein Side Letter?

Ein Side Letter ist in der Regel eine schuldrechtliche Zusatzvereinbarung zu einem Hauptvertrag. Es ist jedoch nicht vorher bestimmt und es wird weder ein gesetzlich zwingender, rechtlich kennzeichnender oder auch nur typischer Inhalt vorgegeben. Die inhaltliche Gestaltungsfreiheit ist bei der Schließung eines Side Letters ein wichtiger Faktor und auch ausschlaggebend. 

Was ist ein Single Family Office (SFO)?

s. Buchstabe F, Family Office

Was ist ein Specialized Family Office?

s. Buchstabe F, Family Office

Was ist ein Speed Pitch

Frei übersetzt bedeutet dieser Begriff 'Geschwindigkeitspräsentation'. Wie der Name schon sagt, ist der Speed Pitch eine verkürzte Form des Pitchs, bei der eine Geschäftsidee kurz und prägnant in Form einer Präsentation gegenüber den Investoren vorgestellt wird. Oftmals erfolgen diese Präsentationen im Rahmen von festen Veranstaltungen.

s. auch Buchstabe P, Pitch

s. auch Buchstabe E, Elevator Pitch

Was ist ein Special Purpose Vehicle (SPV)?

Das Special Purpose Vehicle ist eine Gesellschaft, die einen bestimmten und präzise definierten Zweck erfüllt. Dabei handelt es sich um eine juristische Person, die unternehmerisch nicht selbst tätig ist. Special Purpose Vehicles können beispielsweise durch Kapitalgesellschaften hervorgerufen werden. Meistens steckt dahinter ein anderes Unternehmen, welches ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt. Allgemein kann man sagen, dass das SPV eine Gesellschaft ist, die nur für ein ganz bestimmtes Vorhaben gegründet wird.  

Was ist ein Startup?

Ein Startup ist ein Unternehmen, welches kürzlich gegründet wurde und sich somit in der ersten Phase des Unternehmenslebenszyklus befindet. Hinter der Geschäftsidee steckt ein innovativer Ansatz mit hohem Wachstumspotential. Um diesem hohen Wachstum Stand zu halten, stehen Startups oft vor der Herausforderung, große Mengen an finanziellen Mitteln bereitzustellen. Daher ist es essenziell, dass das Startup ein skalierbares Geschäftsmodell mit detailliertem Businessplan ausgearbeitet hat um von Kapitalgebern berücksichtigt zu werden. 

s. auch Was sind Business Angels?

s. auch Was ist Venture Capital?

s.. auch Was ist Crowdfunding?

s. auch Was ist ein Entrepreneur?

s. auch Investitionsphasen von Startups bzw. Unternehmen

s. Liste der erfolgreichsten Startup-Gründer Deutschlands

s. Liste von Family Offices, die in Startups investieren

Was ist eine Stiftung?

Eine Stiftung (oder auch im englischen Foundation oder Trust, rechtlich aber klar abzugrenzen) ist eine Einrichtung, die mit Hilfe des Vermögens eines Stifters einen festgelegten Zweck verfolgt. Das Vermögen wird hierbei in der Regel auf Dauer erhalten und die Destinatäre können nur in den Genuss der Erträge kommen. Das Stiftungsvermögen hat sich dabei rechtlich verselbstständigt und gehört nur sich selbst.

Die meisten Stiftungen werden in privatrechtlicher Form errichtet und dienen gemeinnützigen Zwecken - in Deutschland sind das rund 95 % aller Stiftungen. Rund zwei Drittel der Stifter in Deutschland sind Privatpersonen, oft betätigen sich aber auch Organisationen als Stifter. Wer eine Stiftung errichtet, trennt sich für immer von seinem Vermögen und die Stiftung legt es sicher und gewinnbringend an, sowie verfolgt immer vornehmlich den festgelegten Zweck. Die so erwirtschafteten Überschüsse werden wieder für den gemeinnützigen Zweck ausgegeben. Das gestiftete Vermögen selbst muss als Grundkapital der Stiftung erhalten bleiben und kann auch selbst eine gesellschaftliche Wirkung entfalten, denn eine Stiftung ist für die Ewigkeit gedacht und kann in der Regel nicht aufgelöst werden. (Ausnahmen sind z.B. Verbrauchsstiftungen oder Stiftungszusammenschlüsse)  Stiftungen variieren in Größe und Zweck, sog. Großstiftungen von UHNWI stellen im Verhältnis zur Masse der Stiftungen eine Seltenheit dar. Gründe für die Gründung einer Stiftung können vielfältig sein, von dem Wunsch der gemeinnützigen Tätigkeit, über den Unternehmens- und Vermögenserhalt, gesellschaftlicher Reputation (z.B. durch prachtvolle Museumsbauten) bis hin zur Kontrolle über große Summen zu Lebzeiten.

Es existieren zahlreiche Stiftungsraten mit ganz unterschiedlichen Zwecken. Hier sollen nur die für uns wichtigsten erläutert werden:

  • gemeinnützige Stiftung
  • Familienstiftung
  • österreichische Privatstiftung
  • unternehmensverbundene Stiftung

Doppelstiftung

Eine Doppelstiftung ist eine Zusammensetzung aus zwei verschiedenen Stiftungen zu einem rechtlichen Konstrukt. Eine solche Doppelstiftung besteht aus einer gemeinnützigen Stiftung, sowie einer Familienstiftung, die dem Unterhalt einer bestimmten (wohlhabenden) Familie dient. Während die gemeinnützige Stiftung Steuervergünstigungen genießt, unterliegt die Familienstiftung der normalen Versteuerung. Somit ist eine Doppelstiftung insbesondere für Gründer geeignet, die zum einen die Erträge ihrer Familie sichern wollen, aber auch einen gemeinnützigen Zweck verfolgen.

Gemeinnützige Stiftung

Der Begriff gemeinnützige Stiftung meint im wesentlichen Stiftungen, die im Sinne der Abgabenordnung steuerbegünstigt sind, also gemeinnützige, mildtätige und/oder kirchliche Zwecke verfolgen. Die Bescheinigung als steuerbegünstigt erfolgt durch die Finanzbehörden.

Steuerbegünstigte Stiftungen sind auch berechtigt, Spenden entgegenzunehmen und Zuwendungsbestätigungen auszustellen. Die überwiegende Mehrzahl aller Stiftungen in Deutschland ist steuerbegünstigt, sodass die Begriffe „Stiftung“ und „Gemeinnützigkeit“ zusammenzudenken durchaus seine Berechtigung hat. In Bayern und Baden-Württemberg werden gemeinnützige, d.h. steuerbegünstigte Stiftungen mitunter auch als „öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts“ bezeichnet.

Familienstiftung

Die Familienstiftung ist keine eigene Rechtsform, sondern eine Anwendungsform der rechtsfähigen Stiftung. Sie dient ihrem Stiftungszweck nach ausschließlich oder überwiegend dem Interesse einer oder mehrerer Familien. Anders als bei der Errichtung einer gemeinnützigen Stiftung ist die Übertragung von Vermögen auf eine nicht gemeinnützige Stiftung zu Lebzeiten oder von Todes wegen dagegen in vollem Umfang erbschafts- und schenkungssteuerpflichtig. Sind bei einer Familienstiftung nur die nächsten Angehörigen des Stifters begünstigt, lassen sich günstigere Steuersätze in Anspruch nehmen.

  • Finden Sie hier eine Auflistung von privaten Hochvermögenden-Stiftungen, wie Familienstiftungen, Unternehmensträgerstiftungen, Doppelstiftungen oder gemeinnützigen Stiftungen die Immobilienvermögen verwalten, besitzen und in dieses investieren.

Österreichische Privatstiftung

Als wesentlicher Unterschied zu anderen europäischen Stiftungsrechten kann eine österreichische Privatstiftung einen rein privatrechtlichen Zweck aufweisen. Stiftungen dienen im Wesentlichen der Verwaltung des gestifteten Stammvermögens. Sie dürfen, im Unterschied zur Stiftung bürgerlichen Rechts nach deutschem Recht, keine gewerbsmäßige Tätigkeit betreiben.

Privatstiftungen können gemeinnützig sein, müssen es aber nicht. Überwiegend werden sie zu privatnützigen Zwecken errichtet. Mischformen nennt man doppelnützig.

  • Finden Sie hier eine Auflistung von österreichischen Privatstiftungen mit hochvermögenden Stiftern (Industrielle, Adelige, Prominente, Unternehmensgründer & Familienunternehmer), inkl. Kontaktmöglichkeit.

Unternehmensverbundene Stiftung

Eine besondere Form der Stiftung ist die unternehmensverbundene Stiftung (auch in Kombination mit einer Familienstiftung und gemeinnützigen Stiftung möglich, dann sog. Doppelstiftung), wobei es hier zwei Arten zu unterscheiden gibt: die Unternehmensträgerstiftung und die Beteiligungsstiftung.

Die Unternehmensträgerstiftung betreibt selbst ein Unternehmen, die Beteiligungsstiftung hält Beteiligungen an Personen- oder Kapitalgesellschaften (z.B. KG oder AG). Unternehmensverbundene Stiftungen dürfen nicht ausschließlich zur Erhaltung und Verwaltung des Stiftungsvermögens betrieben werden, sie müssen darüberhinausgehende äußere Zwecke verfolgen. Der Stiftungszweck muss genau festgelegt und das Kapital diesem angepasst sein. Zur Vermeidung von Interessenkollisionen müssen die Stiftungsorgane und die Unternehmensleitung getrennt sein und die Prüfung des Unternehmens durch einen Wirtschaftsprüfer erfolgen. Unternehmensverbundene Stiftungen werden gelegentlich auch zur Regelung der Unternehmensnachfolge eingesetzt.

Was ist ein Stiftungszweck?

Mit dem Stiftungszweck wird das Vorhaben definiert, das vom Stifter bei der Gründung einer Stiftung festgesetzt wird. Die Erträge, die durch die Stiftung erzielt werden (über das Gründungskapital hinaus), fließen zu diesem vordefinierten und vertraglich festgesetzten Stiftungszweck. Daher muss dieser klar definiert werden. Ein Stiftungszweck ist jedoch nicht nur notwendig, um das Anliegen des Stifters deutlich zum Vorschein zu bringen, sondern ist auch eine rechtliche Formalität, an die alle Stiftungsorgane gebunden sind.

Was ist eine stille Beteiligung?

Die stille Beteiligung stellt eine Finanzierungsalternative für Unternehmen dar, bei der keine Gesellschafter aufgenommen werden, die Finanzierung über Dritte jedoch trotzdem erfolgen soll. Der stille Gesellschafter hat jedoch, im Gegensatz zu einem klassischen Gesellschafter, kein Entscheidungs- und Mitbestimmungsrecht. Außerdem muss er nicht mit seinem privaten Vermögen, sondern nur mit seiner eingebrachten Vermögenseinlage haften. 

Was ist ein Sydikat?

In Startup- bzw. Venture Capital-Szene, wird eine Gruppe von Personen, die gemeinsam in ein Unternehmen investiert, als Syndikat bezeichnet. 

Was ist ein strategischer Investor?

Strategische Investoren sind Investoren, die bei der Entwicklung eines Startups oder auch mittelständigen Unternehmens einen positiven Einfluss haben können, falls das in ihre Strategie passt. Ziel der Investoren ist dabei die Erzielung von Synergien, die Erweiterung der Produktpalette oder aber auch die Erschließung von neuen Märkten.

Was ist Sweat Equity?

Der Begriff setzt sich aus den beiden Wörtern Sweat (Schweiß) und Equity (Eigenkapital) zusammen. Wie davon schon herausgeht, bezeichnet Sweat Equity den unentgeltlichen Einsatz von Gründern in ihr Unternehmen. Es ist also die Eigenleistung, die ein Gründer in seine Idee investiert.

Was ist Sweet Equity?

Sweet Equity ist eine Methode, bei der Mitarbeiter im Gegenzug für ihr Engagement Unternehmensanteile erhalten. Damit wird das Management mit an Bord gezogen und dort gehalten. Ihre langjährige Erfahrung und das Wissen, das Sie mitbringen, sind meistens essenzieller Bestandteil des zukünftigen Erfolges eines Unternehmens.


Was ist Tag-along?

Das Tag-along-Recht ist das Recht von Investoren Unternehmensanteile zu verkaufen, sobald andere Vertragspartner (Gesellschafter, Banken oder Eingentümer) den Verkauf ihrer Anteile beabsichtigen. Es sorgt dadurch für Gleichberechtigung zwischen Kleinanlegern und großen Anteilseignern. Durch die Tag-along- Regelung haben Privatinvestoren die gleichen Pflichten, aber auch die gleichen Rechte, wie die großen Investoren.  

Was sind Tantieme?

Dieser Begriff bezeichnet die Zahlung eines variablen Geldbetrags, das von einem Unternehmen an einen Mitarbeiter bezahlt wird. Dieser Betrag wird zusätzlich zum festen Gehalt, als besonderes Honorar, ausgezahlt. Die Tantieme ist nicht an die Arbeitsleistung, sonders an das Gesamtergebnis des Unternehmens gebunden.

Was ist ein Term-Sheet?

Das Term-Sheet ist eine schriftlich festgehaltene Absichtserklärung, mit der zwei Akteure ihr Interesse an einer Transaktion festhalten. Inhaltlich sollte im Term-Sheet das strategische Konzept, die Finanzierungs- und Ausschüttungspolitik der Unternehmer, der Abschluss von neuen Anstellungsverträgen für die Geschäftsführer mit den Gründergesellschaftern, der Kaufpreis und die weitere Vorgehensweise enthalten sein. Rechtlich sind Term-Sheets nicht bindend.

Was ist Time-to-Market?

Der Begriff Time-to-Market bezeichnet die Zeitspanne, die beginnend mit einer Idee für ein Produkt, bis hin zur Markteinführung reicht. Diese Zeitspanne kann ein bedeutender Faktor für den Erfolg des Unternehmens darstellen und ist daher nicht zu vernachlässigen.  

Was ist ein Transaktionsmanager?

 

In der Immobilienbranche ist ein Transaktionsmanager für die Überwachung aller Immobilientransaktionen und damit einhergehend, die korrekte Ausführung dieser Transaktionen verantwortlich. Diese umfassen den Kauf, Verkauf sowie die Vermietung einer Immobilie und beinhalten auch rechtliche sowie finanzielle Angelegenheiten im Zusammenhang mit Immobilienaktivitäten. Die Aufgaben des Transaktionsmanagers sind jedoch nicht mit den Tätigkeiten eines Maklers zu verwechseln. Der Transaktionsmanager unterstützt bei der effektiven Vorbereitung und Gestaltung aller Transaktionsprozesse.

Was ist ein Trust?

Ein Trust ist im juristischen Sinn eine von einer Person unter Lebenden oder für den Todesfall geschaffene Rechtsbeziehung, wenn Vermögen zugunsten eines Begünstigten oder für einen bestimmten Zweck abgesondert und der gebundenen Verwaltung eines Trustees unterstellt worden ist.

Das Vermögen des Trusts stellt ein getrenntes Sondervermögen dar und ist nicht Bestandteil des persönlichen Vermögens des Trustees; Die Rechte in Bezug auf das Vermögen des Trusts lauten auf den Namen des Trustees oder auf den einer anderen Person in Vertretung des Trustees. Der Trust ist ein rechtlich selbständigtes Vermögen ohne jedoch Rechtspersönlichkeit zu erlangen (anders als bei der Stiftung). Trusts sind hauptsächlich im Anglo-Amerikanischen Recht zu finden und strikt von z.B. dem deutschen Stiftungsrecht zu trennen. Das Trustrecht regelt die Rechte und Pflichten der im Trust handelnden Personen. Die Definition, was ein Trust darstellt, ist naturgemäß schwierig. Der Trust ist, wie er von Gerichten des Billigkeitsrechts in den Ländern des Common Law entwickelt und mit einigen Änderungen in andere Länder übernommen wurde, ein einzigartiges Rechtsinstitut.


Was ist eine Überbrückungsfinanzierung?

s. Buchstabe B, Bridge-Finanzierung

Was ist ein UHNWI?

UHNWIs (oder Ultra-High-Net-Worth-Individual) sind Einzelpersonen mit einem Anlagevermögen von mindestens 30 Mio. US-Dollar (ca. € 25 Mio.), ohne Berücksichtigung des persönlichen Vermögens und Eigentums wie Wohnsitz/e, Sammlerstücke und Gebrauchsgüter. UHNWIs sind die reichsten Menschen der Welt und besitzen einen überproportionalen Anteil des weltweiten Vermögens. Das Nettovermögen wird ab einem bestimmten Wert in Bezug auf die liquiden Mittel angegeben, aber der genaue Betrag variiert je nach Finanzinstitut und Region. Verfügt eine Person über weniger als 30 Mio. US-Dollar, aber mehr als 5 Mio. (auch hier variieren die Werte je nach Region und Institut), wird sie als VHNWI (very-high net-worth individual) klassifiziert. Einfache Millionäre werden als HNWI (high net-worth individual) bezeichnet.

Was ist ein Unicorn?

Unternehmen (meist Start-ups, die mit Venture Capital (VCs) finanziert wurden), die vor dem Börsengang oder Exit eine Marktbewertung von über einer Milliarde US-Dollar haben, werden Unicorn genannt. Durch Risikokapital kann ein Unternehmen schnell eine hohe Bewertung erhalten, da dieses in die Markt- bzw. Firmenbewertung einfließt.

Die Firmenbewertung wird aus aktuellem und prognostiziertem Umsatzzahlen und dem Wachstum, sowie künftigem Wachstum und der künftigen Umsatzentwicklung errechnet. Nachdem ein Börsengang (IPO) oder Exit absolviert wurde, verliert das Unternehmen den Status Unicorn. Der Begriff wurde gewählt, da dieser Status verhältnismäßig selten vorkommt.

Was ist der Unique Selling Point (USP)?

Der USP ist ein einzigartiges Verkaufsversprechen und beschreibt ein Alleinstellungsmerkmal bei der Positionierung eines Produktes. Durch den USP kann sich ein Angebot von den Konkurrenzangeboten abheben (Alleinstellungsmerkmal) und den Endkonsumenten überzeugen. Die Zielgruppenorientierung spielt eine großee Rolle, da sich der USP auf eine Zielgruppe spezialisieren muss.

Was ist eine unternehmensverbundene Stiftung?

s. Buchstabe S, Stiftungen


Was ist Venture Capital (VC)?

Venture Capital bedeutet so viel wie Wagniskapital oder Risikokapital. Es handelt sich dabei um ein Investment in ein junges Unternehmen, bei dem ein hohes Risiko des Verlustes der eingesetzten Gelder besteht, da nicht voraussehbar ist, wie sich das Unternehmen entwickelt und ob es die Erwartungen / Prognosen erfüllt. So hoch das Risiko des Verlustes auch ist, das Ziel ist natürlich die Maximierung um ein Vielfaches und ein großer Gewinn beim Verkauf des Unternehmens. 

s. auch Was sind Business Angels?

s. auch Was ist ein Startup?

s.. auch Was ist Crowdfunding?

s. auch Investitionsphasen von Startups bzw. Unternehmen

s. Liste der erfolgreichsten Startup-Gründer Deutschlands

s. Liste von Family Offices, die in Startups investieren

Was ist ein Vermögensverwalter?

Ein Vermögensverwalter ist ein zertifizierter Finanzexperte und übernimmt die administrative Verwaltung von Vermögensgeschäften, sowohl für finanzstarke Anleger, als auch Kleininvestoren. Der Kunde vertraut dem Vermögensverwalter somit einen Teil seines Vermögens an. Dieser trifft dann eigenständig Anlageentscheidungen und stellt sicher, dass der Anleger sein finanzielles Anlageziel erreicht. Die Anlage-Entscheidungen werden entsprechend der Anlagestrategie des Investors getroffen. Grundlage dafür ist ein im Vorfeld schriftlich vereinbarter Vertrag, welcher die Anlagestrategie sowie künftige Entscheidungen regelt.

s. auch Buchstabe F, Family Office

s. auch Buchstabe P, Private Wealth Berater und Private Wealth

Liste von Vermögensverwaltern in Deutschland

Liste von Private Wealth Beratern in Deutschland

Was ist ein Versorgungswerk?

Versorgungswerke sind für die sog. Berufsständische Versorgung, also eine Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung bestimmter Berufsgruppen zuständig. Die Mitgliedschaft dieser Berufsgruppen in den jeweiligen, für sie zuständigen Berufsgruppen-Kammern, ist gesetzlich verpflichtend und betrifft alle sog. kammerfähigen freien Berufe. Dazu zählen Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Patentanwälte, Rechtsanwälte, Steuerberater und Steuerbevollmächtigte, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Zahnärzte sowie Psychologische Psychotherapeuten und Ingenieure. Der Hintergrund ist der, dass Angehörige der Freien Berufe von der Versorgung aus der gesetzlichen Rentenversicherung ausgeschlossen sind. Die älteste und heute größte berufsständische Versorgungseinrichtung ist die Bayerische Ärzteversorgung, die 1923 auf Wunsch der bayerischen Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte gegründet wurde. Der Dachverband aller Versorgungswerke deutschlandweit ist die Arbeitsgemeinschaft Berufsständischer Versorgungseinrichtungen e.V..

Was ist der Verwässerungsschutz?

Die Besonderheit von Venture Capital-Investitionen besteht darin, in der Startup- und Expansionsphase stattzufinden. In dieser Phase ist eine Prognose über die Unternehmensentwicklung und damit die Unternehmensbewertung naturgemäß schwierig und mit vielen Unsicherheiten belegt. Dem begegnen Investoren mit sorgfältigen Due Diligence-Prüfungen und mit entsprechenden Vertragsklauseln, die mittlerweile zum Standard bei Finanzierungsrunden gehören. Eine dieser Klauseln ist die Verwässerungsschutzklausel (auch Anti-Dilution-Protection). Erhält das Unternehmen eine niedrigere Bewertung als angenommen, erhalten Investoren über die Verwässerungsschutzklausel das Recht, weitere Anteile am Unternehmen zum Nennbetrag zu zeichnen. Dabei werden sie nicht zu einer Zahlung eines Aufgelds verpflichtet. Bei einer Kapitalerhöhung wird dabei garantiert, dass sich die Proportion der Geschäftsanteile an der Gesellschaft nicht verändert. Um hier die Beteiligungsquote nicht zum Schwanken zu bringen und konstant zu halten, werden den Altgesellschaftern Bezugsrechte der neu ausgegebenen Anteile vergeben.

s. auch Due Diligence

s. auch Buchstabe G, Gremienvorbehalt

Was ist Vesting?

Vesting-Klauseln bieten Investoren einen Schutz, wenn ein Teil des Gründer- oder des Managementteams ein Unternehmen frühzeitig verlässt, indem diese ihre Aktien/Anteile und damit deren Gesellschafterstatus ganz oder teilweise verlieren. Die frei werdenen Anteile können dann als Anreiz genutzt werden, um neue Personen in das Managementteam zu holen. Die Vesting Klausel ist dabei nicht nur aus Investorenperspektive ein Schutzmechanismus, sondern aus für die Gründer, da sich das Team aufeinander verlassen muss. Die Vesting-Vereinbarungen können individuell geregelt werden. 

Was ist der Vesting-Schedule?

Das Vesting wird in einem sogenannten Vesting Schedule, also einem Zeitplan, festgelegt. Damit wird festgelegt, wie lange Investoren, Mitarbeiter oder Gesellschafter im Unternehmen bleiben. Dies kann ein bestimmter Zeitpunkt oder die Erreichung eines festgelegten Milestones sein. 

s. auch Vesting

Was ist ein Virtual Family Office (VFO)?

s. Buchstabe F, Family Office 

Was ist eine Vor-Gründungsgesellschaft? Was ist eine Vor-GmbH?

Bei der Vorgründungsgesellschaft handelt es sich um eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, deren Zweck die Gründung einer Gesellschaft ist. Ab dem Zeitpunkt der notariellen Beurkundung der GmbH-Satzung endet der Status der Vorgesellschaft und es entsteht die sog. Vor-GmbH. Bereits vor der Handelsregistereintragung hat die Vor-GmbH oder auch 'GmbH in Gründung' genannt, einen Geschäftsführer, der in ihrem Namen handeln kann. 


Was ist Wagniskapital?

s. Buchstabe V, Venture Capital

Was ist eine Wirtschaftlichkeitsanalyse mittels einer Bauträgerkalkulation?

Die Bauträgerkalkulation dient der Wirtschaftlichkeitsanalyse während der Projektentwicklung einer Immobilie. Gegenübergestellt werden Baukosten, also Investitionskosten, mit den Verkaufserlösen der Immobilie bzw. dessen Mieteinnahmen. Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung dient somit der Bewertung von Investitionen in Immobilien und um festzustellen, ob das Projekt gewinnbringend ist und alle Kosten gedeckt sind. Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung hilft somit dem Immobilien-Investor und dem Bauträger grundlegende Entscheidungen in der Investitions- bzw. Bauphase zu treffen. 

s. Excel-Vorlage zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Bauvorhaben

Was ist die Weighted Average Methode?

Die Weighted Average Methode ist eine Berechnungsmethode, um zu ermitteln, wie viele Geschäftsanteile ein Investor einer frühen Finanzierungsrunde beispielsweise bei einer Bewertungsreduzierung eines Startups noch bekommt, ohne dass er weiter investieren muss. Dabei wird nach dem Weighted Average in der Regel ein Mittelwert von beiden Finanzierungsrunden bestimmt. 


Was ist eine Zweckgesellschaft?

s. Buchstabe S, Special Purpose Vehicle